Donnerstag, 3. Mai 2018

Pflege als Reichtum

Hallo meine Süssen

Auch wenn dieses Thema auf meinem Blog viel zu kurz kommt, faszinieren mich Menschen die in der Pflege arbeiten. In meinen Augen sind das echte Helden und ich könnte ihnen stundenlang zuhören. Darum will ich mich bei Fabrice für diesen Gastbloggerbeitrag bedanken. Er scheint echt ein guter, engagierter Mensch zu sein und kann gut schreiben. :)

Wollt ihr öfters ernste Themen? Wollt ihr meine Meinung dazu?

Vanessa


Liebe Leute,
mein Name ist Fabrice, ich bin examinierter Altenpfleger aus Bremen und setze mich seit knapp drei Jahren politisch, wie auch gesellschaftlich für eine gute und optimale Pflege für Patienten und Bewohner ein. 
Bei meiner (politischen) Arbeit geht es mir nicht darum Anerkennung für mich zu bekommen, oder Wertschätzung - dass wir einen Pflegenotstand haben, der durch den massiven Personalmangel dafür sorgt, dass zum Teil Bewohner und/oder Patienten nicht optimal versorgt werden, ist bekannt; ich beschäftige mich zwar auch damit, doch habe ich für mich entschieden, dass sich mein Schwerpunkt vor allem auf die Arbeit, die meine Kolleg*innen und ich täglich leisten, bezieht. 
Dabei geht es mir vor allem darum, klar zu machen, dass die Arbeit in der Pflege - sei es in einem Altenheim, in einem Krankenhaus, einer Kinderklinik, einer Einrichtung für Menschen mit einer Behinderung, einem Hospiz oder bei einem ambulanten Pflegedienst - unglaublich wertvoll und bereichernd ist und das unsere Arbeit tatsächlich wenig mit Körperflüssigkeiten- und ausscheidungen zu tun hat.
Jeden Tag hören wir viele - sehr viele - Stories darüber, wie schlecht die Pflege ist, wie schlecht die Versorgung der Menschen ist, die wir betreuen, pflegen und behandeln. Sicher, es gibt diese Fälle, dass möchte ich nicht bestreiten, schönreden - nur leider sind diese "Fälle" dominierend, wenngleich sie doch eigentlich im Verhältnis gering sind.
Den Grund dafür sehe ich vor allem darin, dass Positivschlagzeilen für Medien aller Art nicht sonderlich lukrativ sind und keine Auflage bringen; Menschen regen sich gerne auf, haben gerne ihre täglich Portion "Meckerei" und möchten mit ihren Kolleg*innen, Freund*innen und Bekannt*innen lieber "lästern", als zu sagen "Geile Sache!". Damit möchte ich Niemanden diffarmieren, es liegt in der Natur des Menschen gerne Negatives zu verbreiten, als Positives.
Doch ich in der pflegerischen Arbeit, für eine Arbeit, für die man geboren sein muss - von der man weiß, dass man durch sie nicht reicher an Geld wird (wohl aber reicher an Erfahrung, Lebensansichten und Verständnis), bei der es ausschließlich um Menschen geht, möchte ich dies nicht einfach so hinnehmen, denn zu "krass" sind tägliche Äußerungen, die meinen Beruf schlecht machen.
Interessant hierbei ist aber vor allem, dass diese "krassen" Äußerungen immer medial sind: zu lesen in verschiedenen Tageszeitungen, Blogs, Posts auf Facebook oder Instagram oder zu hören in des Tagesnachrichten des lokalen Fernsehens, aber auch bundesweit. Wenn ich mich mit Menschen unterhalte, höre ich nur gutes: mir wird Respekt entgegen gebracht und häufig höre ich auch, dass es erstaunlich ist, welche Arbeit meine Kolleg*innen und ich leisten - betrachtet man die Bedingungen, in denen wir ein Kontingent ableisten, dass eigentlich oftmals gar nicht zu schaffen ist. 
Deswegen habe ich mich umso mehr gefreut, dass ich einen Beitrag dazu leisten konnte, meinen ganz persönlichen Reichtum öffentlich machen zu können:
Eine gute Freundin von mir - Elisabeth Scharfenberg, ehemans MdB (Mitglied des Deutschen Bundestages) und Sprecherin für Pflege- und Altenpolitik ihrer Fraktion, hat nach ihrer Zeit in der aktiven Politik das Buch "Wer soll uns Pflegen?" geschrieben. Dieses Buch soll kein Skandalbuch sein - und ist es auch nicht. Im Gegenteil - es ist ein Buch, dass sich ganz Objektiv mit dem Mangel an Pflegekräften beschäftigt, aber vor allem auch den Stolz der Pflege(fach)kräfte ausdrückt - denn wir alle haben uns für diesen Beruf entschieden, nicht um reich zu werden, nicht, weil es einfach nur ein "Job" ist, sondern weil es eine Form der "Berufung" ist. 
Mit einem kleinen Gastbeitrag darf ich mich "Gastautor" nennen und beschreibe in dem Buch die "Pflege als Reichtum". 
Es würde mich freuen, wenn ihr hineinschaut, es vielleicht bestellt, wenn ihr interessiert seit am Thema. Ich möchte betonen, dass ich nicht beteiligt bin, an jedweden Gewinnen. Es geht mir ausschließlich darum die Menschen - euch vielleicht - für das Thema Pflege zu "sensibilisieren", zum Nachdenken anzuregen und deutlich zu machen: Pfelge ist toll, Pflege macht Spaß, Pflege ist eine Berufung. (https://team-scharfenberg-online.de/buch/)
Ich danke euch für's lesen und ich danke Vanesse vom tiefsten Herzen, dass sie mir ermöglicht hat diesen Beitrag schreiben zu können, wenngleich er rein gar nichts mit den Themen zu tun hat, über die sie sonst schreibt.
Macht es gut und bleibt gesund!
Herzliche Grüße,
Fabrice

Kommentare:

  1. Guten Morgen, auch ein wichtiges Thema! Gerade weil es immer mehr Pflegenotstand gibt. Ich ziehe auch den Hut vor diesen engagierten Leuten. Ich wünsche Dir einen schönen Tag. Liebe Grüße Jana

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    1. Den gibt's schon sooo lange und leider wird er von der Bundespolitik immer nur zum Wahlkampf "neu" entdeckt .. das ist schade, daran muss man arbeiten - dass ist mein Ziel; deswegen auch das Positive der Pflege zu verbreiten, denn davon gibt es mehr als genug :)
      Danke, fürs lesen :)
      Liebe Grüße!

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  2. Danke das freut mich zu hören <3

    Ein wirklich toller Post und ich stimme dir absolut zu. Pflege is so wichtig und der Pflege wird eh immer viel zu wenig gedackt und das obwohl wir sie alle irgendwie mal brauchen.

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    1. Ja, dass stimmt. Pflege gejt geht uns alle an. Nicht nur ältere Menschen benötigen gute und fachliche Pflege. Es reicht sich beim Fußball spielen ein Bein zu brechen und schon sind wir auf Pflegekräfte angewiesen :)
      Liebe Grüße!

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  3. Antworten
    1. Danke :),
      Vor allem danke, dass es hier gelesen wird, obwohl es das Thema des Blogs eigentlich ja verfehlt :)
      Liebe Grüße!

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  4. Hallo Liebes, ein sehr interessanter Beitrag, danke dir.

    Lieber Gruß ♥

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  5. Schön, dass du hier einen Gastbeitrag veröffentlichen konntest. Habe selber viel mit Pflegekräften zu tun und finde es toll, was sie leisten. Außerdem ist es klasse, dass du dich dafür politisch einsetzt. Weiter so! :)

    Liebst Elisabeth-Amalie von Im Blick zurück entstehen die Dinge

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